Movember

Warum der November besonders für die Gesundheit eine große Rolle spielt und warum sich gerade in diesem Monat viele Männer einen Schnurrbart wachsen lassen? Seit 2003 schafft der sogenannte „Movember“ Aufmerksamkeit für Prostata- und Hodenkrebs, aber auch für die Männergesundheit an sich.

Die Bedeutung

Der Movember ist eine Fundraising-Aktion, die von einer Gruppe junger Männer in Australien eingeführt wurde. Travis Garone und Luke Slattery hatten im Jahr 2003 den Geistesblitz und konnten in kürzester Zeit 30 Bekannte zu ihrer Movember-Challenge motivieren. Das Wort „Movember“ setzt sich aus dem englischen Wort „moustache“ und November zusammen. Durch diese Aktion soll jedes Jahr erneut Aufmerksamkeit auf das Thema Männergesundheit gelenkt werden. Darüber hinaus sollen Spenden generiert werden, um Studien, Organisationen und Hilfsprogramme bei der Forschung zu Prostata- und Hodenkrebs zu unterstützten.

 

Warum genau diese Krankheiten? Prostatakrebs ist die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Männern. Pro Jahr werden nach Angaben des Robert Koch-Instituts bundesweit etwa 63.400 Neuerkrankungen diagnostiziert. Hodenkrebs gehört zwar zu den eher selteneren Krebskrankheiten, betrifft jedoch besonders junge Männer im Alter zwischen 25 und 45 Jahren. Movember möchte dafür sorgen, dass Männer die Behandlung und Betreuung erhalten, die sie für ihr Wohlergehen benötigen – auch nach der Erkrankung.

 

Insbesondere die mentale Gesundheit ist bei Männern häufig noch ein Tabuthema. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder bipolare Störungen werden verschwiegen oder zu spät diagnostiziert. Im Jahr 2019 starben in Deutschland insgesamt 9.041 Menschen durch Suizid. Rund 76% dieser Selbsttötungen wurden von Männern begangen. Der Movember und die Menschen dahinter möchten auch dieses wichtige Thema stärker in den Fokus rücken.

 

Wie funktioniert der Movember?

Die „Regeln“ der Aktion sind super einfach: Mann rasiert sich glatt und lässt ab dem 01. November 30 Tage lang einen Schnurrbart stehen. Dabei ist es wohl egal, welchen Stil dieser Bart hat oder ob er mit einem Vollbart kombiniert wird. Im Forderung steht folgendes: Die sichtbare Veränderung soll auffallen und Menschen (insbesondere Männer) zum Sprechen und Handeln animieren.

 

Darüber hinaus können sich die Teilnehmer auf der Website des Movember’s registrieren. Dort findet man alle wichtigen Infos zur Aktion – zu der Geschichte, zur Intention, zur psychischen Gesundheit, Prostata- und Hodenkrebs und zum Ablauf. Auf der Website kann darüber hinaus auch gespendet werden. Freunde, Familie oder Unternehmen können sich gegenseitig unterstützen oder sich als Team organisieren.

 

Du hast keine Lust auf einen Schnurrbart?

Für alle Menschen, die keine Lust auf einen haarigen November haben, gibt es andere Möglichkeiten den Movember zu unterstützen. Auf der Website heißt es: „Move for Movember“ – Laufe oder gehe 60 km im Monat, für die 60 Männer, die wir stündlich auf der ganzen Welt durch Suizid verlieren. Auch hierfür kannst du dich auf der Website der Fundraising-Aktion registrieren und dort deine gelaufenen Kilometer tracken und dich mit anderen Teilnehmer*innen vernetzen.

 Move für Movember

Das Ziel

„Bis 2030 werden wir die Zahl der Männer, die vorzeitig sterben, um 25% reduzieren.“

 

Seit dem Start im Jahr 2003 hat Movember mehr als 1.250 Projekte zur Gesundheit von Männern finanziert. Diese Projekte existieren, um Männern zu helfen, ein gesünderes und längeres Leben zu führen.

 

 

 

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