Warum wir Verpackungsmüll sparen müssen

Warum wir Verpackungsmüll sparen müssen

Darauf gibt es eigentlich eine ganz einfache Antwort: Weil wir es müssen! Der Verbrauch von Verpackungen in Deutschland nimmt weiter zu. 2018 gab es ein neues Rekordhoch: 18,9 Millionen Tonnen Verpackungen wurden in diesem Jahr gebraucht und weggeschmissen. Das sind umgerechnet circa 227 Kilogramm pro Kopf!

Egal ob im Bad oder in der Küche – überall häufen sich die Einwegverpackungen. Gerade beim Einkaufen ist es schwierig einen Bogen um das in Plastik verpackte Obst und Gemüse zu machen. Du kennst bestimmt schon genug Tipps und Tricks, um Verpackungsmüll zu sparen. Wir möchten mit diesem Beitrag darauf aufmerksam machen, wie wichtig dieses Thema ist und dir zeigen, was unser Verpackungswahnsinn alles anrichtet. Gerade die Kosmetikindustrie ist riesiger Umweltsünder. Durch die Kosmetikindustrie landen jedes Jahr viele Tonnen an Kunststoff im Meer.

Solltest du doch noch ein paar Zero Waste Tipps gebrauchen, haben wir wir hier was für dich.

Aber was lässt sich eigentlich unter den Begriff „Verpackung“ fassen? Das Verpackungsgesetz soll die Umwelt vor Verpackungsmüll schützen, indem dieser so gering wie möglich gehalten und recycelt wird. Laut dieses Gesetzes können Verpackungen aus beliebigen Materialien hergestellt sein und „zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung oder zur Darbietung von Waren“ dienen. Ganz typische Verpackungsmaterialien sind Kunststoff, Papier, Holz, Metall oder Glas. 

Das Bestellen von Klamotten im Internet oder Essen und Trinken „To Go“ sind Trends, die in den letzten Jahren stark gewachsen sind und dieses Rekordhoch mit zu verschulden haben. Es wird jedoch nichts dagegen getan. Ganz im Gegenteil: Seit einem Jahr sitzen wir aufgrund der Corona-Pandemie die meiste Zeit zu Hause. Die Geschäfte und Restaurants haben weitestgehend geschlossen. Was tun also die Menschen, um die Langeweile zu vertreiben? Richtig, Online-Shopping. 

Was wird aktiv dagegen getan? 
Das neue Verpackungsgesetz aus dem Jahr 2019 schreibt höhere Recyclingquoten vor! Nachhaltige Aktionen von Kaffeeläden und Bäckereien zeigen, wie es gehen kann: „Spare 10 Cent wenn du ein Heißgetränk kaufst, aber du deinen eigenen wiederverwendbaren Becher mitbringst.“ 

Was kann dagegen getan werden?
Natürlich sind solche Aktionen ein Schritt in die richtige Richtung, es gibt jedoch noch viel mehr, was wir zusammen tun können. Was für uns wichtig ist: Darüber reden. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind Themen, die diskutiert werden müssen und sowohl in den öffentlichen, als auch in den privaten Diskurs gehören.

Insbesondere die Kosmetikbranche ist einer der größten Umweltsünder – denn nicht nur die Verpackungen an sich erzeugen extrem viel Müll, auch in den Produkten selbst steckt Plastik, das mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist. Die Rede ist von Mikroplastik. Etliche Kosmetikhersteller nutzen Plastik und reichern ihre Produkte damit an, um so den Glanz oder die Konsistenz der Kosmetik zu verbessern. Über den Abfluss gelangt das Plastik das Meer und wird dort zum Problem für alle Meeresbewohner. Häufig werden zur Abschreckung und Aufklärung Bilder von Schildkröten gezeigt, die sich in Plastiknetzen oder -tüten verhaken oder Wale, dessen Magen zum Großteil aus Plastik besteht. Ihr denkt, Plastik in Meeren und Fischen tangiert uns nicht? Das ist falsch. Auch in der Nord- oder Ostsee sollen fast 6 Prozent der untersuchten Fische Plastikrückstände aufweisen. 

Leider gibt es keine geltenden Definitionen, was in Kosmetik hineindarf und was nicht. Jedoch kommt es gerade bei Kosmetika auf die inneren Werte an. Wenn du dir, deiner Haut und der Umwelt etwas Gutes tun möchtest, dann achte beim Kauf deiner Kosmetik- und Haushaltsprodukte  auf natürliche Inhaltsstoffe. Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, was in herkömmlichen Pflegeprodukten enthalten ist und warum die künstlichen Inhaltsstoffe so gefährlich und schädlich sind, dann schau gerne bei unserem Instagram-Kanal vorbei und schau dir unsere neueste Soap Talk Folge an.