Was tun mit aussortierter Kleidung?

Eine Problematik, die wohl viele von uns kennen: Der Kleiderschrank ist überfüllt und bietet absolut gar keinen Platz mehr. Doch nicht nur diese akute Situation sollte dich zum Handeln bewegen. Ein regelmäßiger Blick in den chaotischen Schrank zeigt, dass Ausmisten manchmal (dringend) notwendig und sinnvoll ist. Darüber hinaus kann das Loslassen überflüssigen Ballastes sehr befreiend und erlösend sein. Aber wohin mit alten Textilien oder Schuhen? Und wie entsorgt man aussortierte Kleidung richtig? Wir geben dir Tipps, wie du deine gebrauchten Klamotten am nachhaltigsten entsorgen beziehungsweise weitergeben kannst.

 

Bevor es losgeht…

Bevor wir richtig loslegen, hier ein paar Fakten zum Thema Konsum und ein kleiner Reminder, bewusst einzukaufen:

 

Kleidung ist zu einer Wegwerfware geworden. Aufgrund der ständig wechselnden Trends haben Bekleidungsketten teilweise bis zu 24 verschiedene Kollektionen pro Jahr - made in Kambodscha, Bangladesch und Co.. Nach dem Kauf des zehnten Pullovers und der siebten Jeans, landen einige Teile nach kürzester Zeit wieder im Müll. In Europa werden jährlich 5,8 Millionen Tonnen Kleidung weggeworfen. 75 Prozent davon enden auf der Müllkippe oder werden verbrannt, da das Verbrennen oftmals günstiger ist, als die fabrikneue Kleidung zu recyceln. Unser kleiner Reminder lautet: Kaufe weniger, bewusster und nimm dafür etwas mehr Geld in die Hand. Das führt dazu, dass du viel intensiver über den Kauf eines Produktes nachdenkst und es nur kaufst, wenn du es wirklich brauchst.

 

Second Hand gibt Second Chance

Inzwischen ist Secondhand-Mode und Vintage-Fashion fast schon zu einer Art Philosophie für viele junge Menschen geworden. Sollte dein aussortiertes Kleidungsstück also noch ganz gut erhalten sein, verkaufe es beispielsweise auf einem Flohmarkt, Online-Plattformen oder bring es zu einem Second-Hand-Laden in deiner Nähe. Auch das Tauschen von aussortierten Textilien kann eine Menge Spaß bringen. Veranstalte mit deinen Freunden eine sogenannte „Tauschparty“ – vielleicht ist deine alte Jeansjacke ja das neue Lieblingsteil eines anderen. Wenn du Kleidung tauschen möchtest, aber keine Lust hast eine eigene Tauschparty zu organisieren, informiere dich im Internet über Treffen in deiner Nähe.

 

Upcycling

Beim Upcycling wird „altes“ Material oder Gegenstände für die Schaffung neuer Produkte verwendet. So kreiert man etwas Neues und das Beste daran: Das ursprüngliche Abfallprodukt muss nicht weggeschmissen werden! Bevor du ein aussortiertes oder kaputtes Kleidungsstück entsorgst, solltest du dir überlegen, ob du es nicht weiterverwenden kannst. Alte Stoffreste eignen sich zum Beispiel oft gut als Putzlappen. So sparst du Geld und tust nebenbei auch der Umwelt etwas Gutes.

 

Spenden
 
Oft landet Kleidung nicht bei den Menschen, die diese dringend benötigen. Besonders bei den weit verbreiteten Altkleider-Containern werden die Spenden häufig in andere Länder verschifft. Besonders gut erhaltene und hochwertige Klamotten landen beispielsweise in Secondhand-Läden in Deutschland oder Europa. Um sicherzugehen, dass deine aussortierte Kleidung auch wirklich bei Bedürftigen ankommt, bring diese direkt dorthin. Sogenannte „Kleiderkammern“ verteilen die Bekleidung direkt an Obdachlose, Geflüchtete oder andere bedürftige Menschen. Auch andere soziale Einrichtungen können Kleiderspenden sehr gut gebrauchen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), Johanniter, Malteser und Kirchen sind mögliche Anlaufstellen. Notunterkünfte in der Nähe, sowie Stadtmission sind ebenfalls Abnehmer, die Spenden benötigen. Informiere dich dazu einfach bei Verbänden und Organisationen in deiner Nähe. Wichtig: Vorher anrufen und fragen, ob Bedarf besteht!

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