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12 Tipps für deine nachhaltige Küche

Denkt man an das Thema "Plastikvermeidung" kommt immer das Thema Badezimmer in den Kopf. Und das ist auch richtig so, im Badezimmer gibt es unglaublich viele Plastikquellen, die wir ganz einfach einschränken können. Seien es Wattestäbchen, Zahnbürsten, Shampooflaschen oder Einmalrasierer. Viele dieser Dinge lassen sich durch nachhaltige Alternativen ersetzen. 

Doch auch in der Küche spielt das Thema "Plastikmüll" eine entscheidende Rolle. Allein beim Lebensmitteleinkauf im Supermarkt ist es super schwierig, Plastikmüll zu vermeiden - sogar in der Obst- und Gemüseabteilung lässt sich der Kunststoff oftmals leider nicht umgehen. Hier hilft es zum Beispiel, im Unverpackt-Laden oder auf dem Markt einkaufen zu gehen. Aber auch in andern Bereichen des Küchen-Alltags finden sich einige Plastik-Baustellen, die sich aber glücklicherweise umgehen lassen:

1. Spülbürste anstatt Spülschwamm

Spülschwämme und herkömmliche Spüllappen sind leider in den meisten Fällen aus synthetischen Materialien angefertigt. Oftmals lösen sich dann bei der Abnutzung dieser Schwämme kleine Plastikpartikel, die dann durch den Abfluss ins Abwasser und dann in unsere Umwelt gelangen. 
Die Lösung? Nachhaltige Spültücher aus Bio-Baumwolle oder die klassische Spülbürste aus Holz mit wechselbaren Köpfen. Die Borsten unserer Spülbürste bestehen aus Natur-Fibre. Das sind Pflanzenfasern, die aus der Agavenpflanze gewonnen werden. Die Borsten sind sehr hitzebeständig, flexibel und stabil. Somit halten sie länger als die synthetisch hergestellten Borsten und sind außerdem nachhaltig und plastikfrei! Der Griff besteht aus FSC-zertifiziertem Buchenholz

Spülbürste, nachhaltig, Pflanzenfaser

2. Spüli ohne Plastikflasche

Nicht nur in den herkömmlichen Spülschwämmen, sondern auch in Seifen und Spülmittel kann Mikroplastik enthalten sein! Und hast du schonmal flüssiges Spüli ohne Plastikflasche gesehen? Wir auch nicht! Deshalb haben wir uns etwas anderes einfallen lassen: Eine feste Spülseife, die gleichzeitig auch eine Naturseife ist! Sie funktioniert eigentlich wie das flüssige Spülmittel - einfach nur mit der Spülbürste oder dem Spültuch aufschäumen und dann wie gewohnt das Geschirr damit waschen. Die Spülseife entfernt zuverlässig Schmutz und Fett und ist von innen und außen komplett plastikfrei

Spülseife mit Spültuch aufgeschäumt

3. Seife ohne Mikroplastik

Damit du dir nicht mit der Spülseife die Hände waschen musst, haben wir uns auch hier etwas einfallen lassen. Auch unsere Küchenseife Kaffee ist eine echte Naturseife! Gerade nach dem Hantieren von Lebensmitteln in der Küche bleibt manchmal ein strenger Geruch an den Händen hängen, wie zum Beispiel nach dem Zwiebeln schneiden. Dem wirkt unsere Küchenseife entgegen! Sie enthält Kaffee und frische Minz-Essenzen, welche für eine Neutralisierung der Gerüche sorgen. Außerdem enthält sie feuchtigkeitsspendendes Sonnenblumenöl, sodass die Hände nicht nur gereinigt, sondern auch nachhaltig gepflegt werden.

Kaffeeseife, Küchenseife

4. Nachhaltige Seifenablagen

Damit die Seifen am Spülbeckenrand nicht feucht werden, gibt es auch hier eine nachhaltige Lösung. Die Luffa-Ablage wird aus hochwertigem Luffa-Gewebe gefertigt. Die Faser dehnt sich bei Feuchtigkeit aus und hält so die Seife trocken. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass die Seifen nicht hin und herrutschen. So wird vorgebeugt, dass Fäulnis- und Schmutzablagerungen entstehen. Damit die Ablage möglichst lang genutzt werden kann, solltest du sie vor der Verwendung einmal komplett nass machen, durchkneten und wieder trocknen lassen, sodass sich das Gewebe ausdehnen kann. 

Ihr wollt unsere nachhaltigen Küchen-Accessoires gerne ausprobieren? Mit unserem neuen Küchen-Set gelingt der Start in eine nachhaltige Küchen-Routine. Es enthält eine Küchenseife Kaffee, eine Spülseife, eine Spülbürste aus Agaven-Borsten und eine Luffa-Ablage. 

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5. Stoffreste als Küchenrolle

Küchenrolle, oder auch Küchenkrepp genannt, ist zwar kompostierbar, allerdings werden für die Herstellung Unmengen an Bäumen abgeholzt - jeder fünfte abgeholzte Baum geht in die Papierproduktion. Die nachhaltige Alternative sind hier alte Stoffreste. Du hast sicher einiges an alten Shirts oder Hosen im Kleiderschrank, die zu alt sind um sie noch weiter zu benutzen - diese kannst du ganz einfach zerschneiden und als Alternative für Küchenkrepp benutzen. Und selbst wenn du mal Tomatensoße aufwischen musst, dann ist es nicht schlimm wenn das Tuch nicht wieder ganz sauber wird. 

6. Sojawachstücher oder Brotdosen anstatt Frischhaltefolie

Anstatt angebrochenes Essen in Alu- oder Frischhaltefolie zu verpacken, kannst du einfach die guten alten Brotdosen benutzen. Eine weitere Alternative sind Sojawachstücher - das sind Tücher aus Bio-Baumwolle, die mit Sojawachs überzogen sind. Mit diesen kannst du deine Lebensmittel auch konservieren und danach einfach mit Wasser wieder säubern. Bei längerer Benutzung müssen diese Tücher mit einem Stück Wachs nachbehandelt werden. Diese Tücher gibt es auch in der Bienenwachs-Variante, allerdings sind diese dann natürlich nicht vegan. 😉

7. Kaffee kochen ohne Müll

Kaffee aus Kapselmaschinen geht zwar unglaublich schnell, ist aber leider sehr umweltschädlich. In Deutschland werden jährlich um die 3 Milliarden Kaffeekapseln verbraucht und bei der Herstellung dieser Entstehen 25.000 Tonnen CO2. Filterkaffee ist da schon etwas nachhaltiger - die Filter lassen sich nämlich kompostieren. Doch es geht sogar mit noch weniger: Für Kaffee aus der French Press benötigst du nichts außer heißem Wasser und Kaffeepulver. So verzichtest du komplett auf Müll! Und: Du kannst den Kaffeesatz sogar noch als Peeling für deinen Körper weiterverwenden. 
Natürlich ist es nicht nur wichtig, darauf zu achten, möglichst wenig Müll zu produzieren, sondern auch auf die Herkunft des Kaffees achtest. Achte zum Beispiel auf Bio- und Fairtrade-Siegel.

8. nachhaltige Putzmittel

Du brauchst auch keine chemischen und aggressiven Reiniger für deine Küche. Für die meisten Oberflächen eignet sich zum Beispiel ein Essig-Universalreiniger aus 500ml Tafelessig und 250ml Wasser. Optional kannst du ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen. Essig hat eine desinfizierende Wirkung und entfernt Keime und Bakterien. Auch Schmutz, Fett und Kalk sollten sich damit mühelos entfernen lassen. Für den Backofen eignet sich zum Beispiel eine 1:1 Mischung aus Natron und Wasser. Diese Paste wird einfach auf die verkrusteten Stellen aufgetragen, über Nacht einziehen lassen und am nächsten Tag kannst du den Schmutz einfach mit einem Schwamm/Tuch entfernen. 
Weitere Ideen für einfache DIY-Haushaltshelfer findest du hier.

10. Biomülltüten aus altem Zeitungspapier

Biomüll ist oftmals eine schwierige Angelegenheit. Viele lagern ihren Biomüll in Plastiktüten, was natürlich nicht gerade umweltfreundlich ist. Besser ist es, einen Teil seines Biomülls zu kompostieren (wenn möglich). Jeder Haushalt verfügt sonst über eine Biotonne. Gerade im Sommer lohnt sich hier jeder Gang am Ende des Tages oder nach dem Kochen, da sonst ganz schnell Fliegen in der Küche herumschwirren. (Hier hilft übrigens ein randvoller Teller mit Apfelessig, Spüli und Wasser.) 
Wenn du sowieso jeden Tag deinen Biomüll rausbringst, kannst du dir auch ganz einfach aus altem Zeitungspapier eine Biomülltüte falten. Anleitungen dazu findest du ganz easy im Internet. 

11. Mülltrennung

Auch wir wissen, dass es fast unmöglich ist, komplett müllfrei zu leben. Ein Großteil des Mülls, den wir produzieren ist zumindest zu Teilen recycelbar. Das funktioniert aber nur, wenn der Müll direkt bei uns Verbraucher*innen vernünftig getrennt wird. Mehr zu richtiger Mülltrennung erfährst du in unserem Blogbeitrag Mülltrennung leicht gemacht

12. Organisation beim Einkaufen

Planung ist alles. Damit du nicht wahllos drauf losrennst, hilft natürlich immer die klassische Einkaufsliste. Für geteilte Haushalte gibt es sogar diverse Einkaufsapps, so hast du die Liste so gut wie immer dabei. Ein Essensplan für die Woche kann dir helfen, dich zu organisieren. So kaufst du nur das ein, was du wirklich brauchst. Das spart dir Zeit, Stress, Geld und im besten Fall auch unnötigen Plastikmüll. Für dein Obst und Gemüse kannst du dir wiederverwendbare Beutel mitnehmen. Transportiere deinen Einkauf im Korb, im Rucksack oder in Jutebeuteln, sodass du keine Plastiktüte kaufen musst. Am nachhaltigsten ist natürlich der Einkauf im Unverpackt-Laden oder auf dem Wochenmarkt

Nebenbei solltest du natürlich auch darauf achten, dass du deine Lebensmittel richtig lagerst und rechtzeitig aufbrauchst, damit diese nicht schlecht werden und verderben. Außerdem ergibt es Sinn, sich Küchengeräte nicht immer direkt neu zu kaufen, sondern erst einmal von Freund*innen, Familie oder Bekannten auszuleihen und dann zu prüfen, ob sich die Anschaffung eines neuen Gerätes wirklich lohnt. Hast du dich für ein neues Gerät entschieden, dann kaufe ein energieeffizientes Gerät. Am besten ist A+++, aber alles bis A+ gehört zu einer "guten" Klasse. Scheue dich dann auch nicht davor, lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, denn das sparst du dann an anderer Stelle wieder, da diese Geräte meist nicht nur stromsparender sind, sondern auch länger halten. Dazu kannst du noch darauf achten, deinen Kühlschrank regelmäßig abzutauen, denn das gefrorene Wasser an den Wänden wirkt wie eine zusätzliche Dämmung. Hierdurch benötigt der Kühlschrank mehr Energie, um deine Lebensmittel kühl zu halten. 
Für deine Lebensmittel gilt: Je plastikfreier, veganer und je saisonaler und regionaler du einkaufst, desto weniger belastest du die Umwelt. 

Wir hoffen, dass wir dir mit diesen Tipps ein paar Anregungen für deine nachhaltige Küche geben konnten. Wenn du weitere Tipps hast oder Fragen an uns hast, dann kontaktiere uns gerne auf Instagram