3 Power-Wildpflanzen zum Selberpflücken

Hast du schon mal Wildkräuter gesammelt? Egal ob beim Wandern, Spazierengehen oder auf dem Weg zur Arbeit – so kannst du viele wertvolle Nährstoffe ganz einfach und ohne einen Cent auszugeben direkt in deinen Speiseplan integrieren und dabei altes Wildkräuter-Wissen wiederbeleben.
Durch einseitige Agrar-Kreisläufe und industrielle Verarbeitung sind mit der Zeit viele wertvolle Nährstoffe aus unseren Kulturpflanzen verlorengegangen. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, diese essentiellen Nährstoffe irgendwie in deine Diät zu integrieren.


Das geht ganz einfach: in deiner direkten Umgebung wachsen eine Menge Wildpflanzen, die dir wahrscheinlich noch nie aufgefallen sind! Du kannst sie als Tee aufbrühen, in der Küche verwenden oder direkt frisch gepflückt zu dir nehmen.

1. Hasel
Nicht nur die Nüsse des Haselstrauches sind als gesunde und leckere Nahrung allseits bekannt. Man kann auch die Blätter verwenden und dauraus z.B. einen Tee zubereiten. Wem das Ganze pur zu herb schmeckt, kann z.B. einen einfachen Früchtetee mit den frischen oder getrockneten Haselblättern pimpen. Die Blätter des Haselstrauches eignen sich gut, um den Cholesterinspiegel zu senken. Verantwortlich für diese Wirkung ist der Stoff Sitosterin, welcher zu den Phytosterinen gehört, deren positiven Wirkungen schon lange in der Naturheilkunde bewährt sind. Außerdem enthalten sie verschiedene ätherische Öle, sowie Gerbsäuren, welche sich positiv auf die Verdauung ausüben können und somit helfen, Magen- und Darmprobleme zu lindern. Unser Tipp: ersetze Weinblätter in der mediterranen Küche mit den Blättern des Haselstrauches! Am besten schmecken die Haselblätter zwischen Mai und Juni, danach werden sie zäh und herb.

2. Brennessel
Die Brennnessel ist in vielen Ländern noch immer fester Bestandteil der traditionellen Rezeptbücher. Die Blätter sind ein großartiger Eisenlieferant, der sogar Spinat übertrifft – eigentlich hätte Popeye Brennnessel-Smoothies trinken müssen! Dieses Superfood ist bei uns als Unkraut fast das ganze Jahr zu sammeln.
Die Blätter der Brennnessel sind reich an Spurenelementen wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und sogar hochwertigem Jod. Außerdem enthält die Brennnessel Anti-Histamine, welche helfen können, Allergien und Heuschnupfen zu lindern.
Ja, die Brennnessel kann stechen, doch gibt es folgenden Trick: Auf der Blattunterseite besitzen sie fast keine Nesseln, also einfach die Blätter von der Unterseite her pflücken und dann zusammenrollen und falten. So kannst du dieses „Päckchen“ direkt nach dem Pflücken ganz einfach verzehren.

3. Beifuß
Beifuß ist eine alte Heilpflanze der indigen Amerikaner, welche sich in unseren Breiten schon lange angesiedelt hat. Nicht nur als Ritualpflanze zum Räuchern, sondern auch in der heimischen Küche zu fettreichen Speisen aus Großmutters Kochbuch bekannt, kann der Beifuß leckere Aromen in herbstliche und winterliche Gerichte zaubern und helfen, Fette und Öle besser zu verstoffwechseln.
Du kannst die Blätter und Blüten am besten bevor die Blüte gänzlich offen ist sammeln, einfach zum Trocknen aufhängen und später, als Gewürz oder als Tee bereitet, genießen.

Es sollte natürlich mit gesundem Menschenverstand, Respekt und einigen Kenntnissen in der freien Natur gesammelt werden – hierzu gibt es eine Menge Fachliteratur und weiterer Infos im Netz!

Unser Tipp: Du kannst beim Joggen deine Teekräuter sammeln und somit den Trainings und Gesundheitsaspekt multiplizieren!