7 Tipps für ein umweltfreundlicheres Badezimmer

Plastiktüten im Supermarkt sind inzwischen teuer und weitgehend verpönt. Wem die Umwelt am Herzen liegt, nimmt einen Jutebeutel oder eine Tragetasche mit. Doch leider landen auch in der nachhaltigsten Tüte jede Menge Artikel, die in Plastik verpackt sind. Nicht nur Lebensmittel sondern auch Kosmetika – die kommen fast immer in fantasievoll gestalteten Kunststoffhüllen. Seien es Duschgels, Shampoos, Zahnbürsten, Zahnpasta, Rasierer, Lippenpflegestifte – die Liste ist unendlich lang. Viele Kosmetika (z.B. Peelings) sind nicht nur in Plastik verpackt sondern enthalten auch sogenanntes Mikroplastik. Dieses gelangt in die Kanalisation und wird von den Kläranlagen nur bedingt herausgefiltert. Sie werden dort von Meeresbewohnern wie Fischen, Seehunden oder Muscheln mit dem Futter aufgenommen. Du solltest deshalb ausschließlich auf Naturkosmetik setzen.
Um die Plastikflut zumindest einzudämmen, können wir alle unseren Beitrag leisten. Hier kommen für dich 7 Tipps, wie du (Plastik-) Müll im Badezimmer vermeidest.



1. Zahnbürsten aus nachwachsenden Rohstoffen
Die Zahnbürste ist ein wichtiges Instrument der täglichen Mundhygiene. Wir sollten sie regelmäßig wechseln, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Die meisten Zahnbürsten bestehen aber aus Plastik – hier ist überflüssiger Müll vorprogrammiert. Die Lösung: Zahnbürsten aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus (z.B. Hydrophil, Fit.Life.Balance berichtete).

2. Keine Einmalrasierer
Ob Bart, Achseln oder Intimbereich: die regelmäßige Entfernung unliebsamer Körperbehaarung gehört zum obligatorischen Morgen-Programm. Doch leider verwenden die meisten Menschen hierfür Plastikrasierer. Das muss allerdings nicht sein. Gerade für die Bartrasur kann man(n) einen Rasierhobel verwenden, am besten aus Metall. Hier müssen nur die Rasierklingen regelmäßig gewechselt werden. Wem die Entfernung der restlichen Körperbehaarung damit zu heikel ist (sehr scharf, hohe Verletzungsgefahr) sollte wenigstens zu Rasierern greifen, bei denen man die Komponente mit den Klingen auswechseln kann. Außerdem gibt es sowohl für Bart als auch für Körperbehaarung elektrische Rasierer.

3. Keine Duschgels
Duschgels kommen in großen Plastikflaschen daher. Besonders ergiebig ist der Inhalt nicht, schnell landet die Flasche im Müll. Die Alternative: die gute alte Seife! Sie hält ewig, lässt sich sehr schnell wieder abspülen (spart auch noch Wasser!) und es gibt sie von manchen Herstellern inzwischen ohne Plastikverpackung. Achte aber darauf, dass sie auch für die Körperpflege geeignet ist und nicht nur zum Händewaschen.

4. Keine Shampoos
Ja, es funktioniert wirklich! Haarseife (auch Shampoo-Bar genannt) ist Seife speziell für die anspruchsvolle Pflege von Haar und Kopfhaut. Du findest sie von verschiedenen Herstellern im Internet. Achte auf plastikfreie Verpackung!

5. Wattestäbchen ohne Plastik
Wir benutzen sie zum Reinigen der Ohren oder für kosmetische Zwecke: Q-Tips. Der Nachteil: sie bestehen, von den Enden aus Baumwolle abgesehen, aus Plastik. In der Drogerie findest du inzwischen Wattestäbchen ohne Plastik (z.B. bei dm).

6. Verzichte auf Wattepads
Wattepads bestehen zwar aus Baumwolle und sind damit plastikfrei. Allerdings werden sie in Plastikschläuchen verkauft und Baumwolle ist ein sehr ressourcenintensiver Rohstoff. Besser: reinige dein Gesicht mit einem Waschlappen und Seife – das entfernt Schmutz, Makeup-Reste und hat einen Peeling-Effekt. Oder greife auf spezielle Mikrofasertücher zurück (z.B. Makeup-Radierer).

7. Augen auf beim Deo-Kauf
Selbst Bio-Deos in der Glasflasche haben einen Haken: Plastikdeckel, Plastikzerstäuber bzw. Plastikkugel beim Deoroller. Die Alternative: Deocremes in in plastikfreier Verpackung. Sie sind ergiebig, hautfreundlich und werden von vielen Herstellern in Blechdosen ausgeliefert.