Black Friday – warum wir bei dem Wahnsinn nicht mitmachen

Woher kommt eigentlich der Black Friday?

Bis vor einigen Jahren war der Superschnäppchen-Tag bei uns in Europa vollkommen unbekannt. Kein Wunder, schließlich basiert er auf einem ur-amerikansichem Feiertag: Thanksgiving, dem amerikansichen Erntedankfest. Traditionell wird dieser staatliche Feiertag am vierten Donnerstag im November gefeiert. Da viele Amerikaner den darauf folgenden Freitag als Brückentag nutzen, sind die Läden gut gefüllt und die Händler locken mit Sonderaktionen und Rabatten. Weil die Konsumenten massenweise in die Läden strömen verdunkeln sich sogar die Straßen, die Mitarbeiter haben schwarze Finger vom Geldzählen und die Geschäftsinhaber schreiben schwarze Zahlen – ganz genau weiß niemand mehr, warum man vom Schwarzen Freitag spricht. Sicher ist aber: der Black Friday gilt als Auftakt für das Weihnachtsgeschäft.

Seit ein paar Jahren können Kunden auch hierzulande am Black Friday auf Sonderangebote hoffen. Anders als in seinem Ursprungsland beschränkt sich in Deutschland der Schnäppchen-Wahnsinn aber überwiegend auf's Onlinegeschäft.


Der Black Friday steht in Kritik

Verbraucherschützer kritisieren, dass es sich bei den gewährten Rabatten meist um aufgeblasene Marketing-Aktionen handelt. So schummeln die Händler beispielsweise indem sie nicht von den handelsüblichen Preisen ausgehen sondern von der oft weit darüber liegenden Unverbindlichen Preisempfehlung (UVP). So ergeben sich echte Preisnachlässe von 10-25%, nicht aber die astronomischen 50-60% mit denen geworben wird.

Außerdem regen die vermeintlichen Spar-Preise den unnötigen Kauf von Neuware an. Gerade Elektrogeräte gelten als besonders ressourcenverschwenderisch. Durch Werbung und immer neue Auflagen ohne echte technische Neuerungen drängen Industrie und Handel die Kunden dazu, immer öfter neue Geräte zu erwerben. So landen voll funktionsfähige Smartphones, Tablets und Fernseher auf dem Schrott, oftmals werden sie nicht einmal fachgerecht aufbereitet.

Wir machen nicht mit

Da wir die Kritik am Black Friday teilen, haben wir uns dazu entschlossen, nicht auf den Zug aufzuspringen sondern an diesem Tag lieber etwas für den guten Zweck zu tun. Statt Rabatte auf Mondpreise zu geben, spenden wir für jeden gekauften Artikel an den gemeinnützigen Verein Jukus e.V. für das Projekt „Interkultureller Garten“.