So kochst du Kaffee nachhaltig

Heute möchten wir dir 4 nachhaltige und aromaschonende Zubereitungsmethoden für unbeschwerten Kaffeegenuss vorstellen, mit denen du überflüssigen Müll vermeidest.

Wichtiger Hinweis: in jedem Fall gehört Kaffeesatz nach der Zubereitung in den Bio-Müll, denn er ist kompostierbar.

Außerdem solltest du Kaffee aus biologischem Anbau sowie mit Fairtrade-Siegel kaufen. Check ob es in deiner Stadt eine Rösterei gibt – besseren Kaffee wirst du nirgends bekommen. Je strenger die Kriterien, desto besser für Mensch und Umwelt. Wenn du allerdings dein Geld zusammenhalten musst, findest du annehmbaren Bio-Kaffee sogar schon im Discounter. Eine weitere Alternative: mahle deinen Kaffee selber! Ob von Hand oder mit einer kleinen Elektro-Mühle – du mahlst deinen Kaffee frisch vor jeder Zubereitungoder einige Tage im Voraus und bestimmst selber den Feinheitsgrad. Gerade wenn du verschiedene Methoden nutzt, die unterschiedliche Mahlgrade erfordern, ist dieses Tool optimal.

1. French Press

Dieses Gerät ist günstig in der Anschaffung und du benötigst nichts außer Kaffee. Der gemahlene Kaffee wird mit heißem Wasser übergossen, kurz ziehen gelassen und anschließend der Kaffeesatz mit dem Stempel zu Boden gedrückt. Für eine perfekte Zubereitung erstmal 120g Wasser pro Liter eingießen und mit dem Kaffeepulver verrühren, 30 Sekunden ziehen lassen. Dann den Rest nachgießen, 4 Minuten ziehen lassen und anschließend kräftig umrühren (Holzlöffel statt Metallbesteck verwenden, da sonst das Glas beschädigt werden kann). Außerdem wichtig: das Wasser sollte nicht mehr kochen, da sonst die Aromen beschädigt werden können. Ideal sind 95°C. Außerdem solltest du am besten Kaffeepulver mit einem groberen Mahlgrad verwenden.

2. Filterkaffee

Ein wahrer Klassiker! Eine Kaffeemaschine braucht man für richtig guten Filterkaffee aber nicht. Im Handel gibt es zahlreiche Aufsätze, die du je nach gewünschter Menge über Tasse oder Kanne platzieren kannst. Dann einfach Filter einlegen, die gewünschte Menge zugeben, langsam heißes aber nicht mehr kochendes Wasser zugeben und schon ist dein Filterkaffee fertig! Funktioniert mit handelsüblichem Kaffeepulver, Mahlgrad fein. Neben Aufsätzen, die mit einem Filter bestückt werden müssen, gibt es auch noch nachhaltigere Produkte, die mit einem feinen Kaffeefilter aus Metall ausgestattet sind. So musst du keine Filtertüten mehr kaufen. Das schont Geldbeutel und Umwelt. Filterkaffee enthält weniger Bitterstoffe als andere Kaffeespezialitäten.

3. Caffettiera

Kaffee kochen wie in Italien! Die im Deutschen auch Espressokocher genannte Caffettiera wird einfach mit Kaffee und Wasser befüllt und auf den Herd gestellt. Durch die Hitze entsteht Druck, der das Wasser aus dem unteren Behälter durch das Kaffeesieb presst, das aufgeschraubte Kännchen befüllt sich mit frischem, kräftigen Espresso. Wichtig ist, dass du Espressopulver verwendest. Dies besteht vorwiegend aus dunklen Mischungen, und ist so säureärmer. Dies ist wichtig, da sich die Säure bei der Zubereitung mit hohem Druck schneller löst und der Kaffee sonst übermäßig sauer wäre.

Du kannst ihn pur als Espresso genießen oder mit heißer Milch bzw. Pflanzenmilchaufgießen. Mit heißem Wasser verlängert erhältst du einen schmackhaften „Americano“, der ähnlich getrunken werden kann wie Filterkaffee, allerdings andere Aromen durchkommen lässt.

4. Mokka

Besonders beliebt in den arabischen Ländern, der Türkei, den Balkanländern und Griechenland ist der Mokka. Es handelt sich um die älteste Methode, Kaffee zuzubereiten. Hierfür wurde früher sehr feines Kaffeepulver mit Wasser direkt über der Feuerstelle gekocht. Heute benutzt man natürlich einen Herd und eine spezielle Kanne, Ibrik genannt. Charakteristisch ist, dass der Kaffeesatz nicht abfiltriert wird, sondern mit in die Tasse eingeschenkt wird. Wenn er sich am Boden absetzt, kann man den Mokka abschlürfen. Mokka wird stark gesüßt und je nach Region ggf. mit Nelken, Kardamon oder Rosenwasser verfeinert.